...ist auch gut überstanden.
Sogar pünktlich war ich diesmal =) Ging ja auch nicht anders. Arbeitsbeginn: 08:30Uhr, losgefahren: 07:00 Uhr *urgs*.
Die ersten beiden Tage waren bisher ganz nett. Die Liddis testen natürlich ganz schön, was bei mir geht und was nicht. Manchmal ertappe ich mich aber dabei, dass ich strenger hätte sein können. Aber eigentlich bin ich ganz zufrieden mit mir.
Ich habe jetzt schon gefühlte zenhtausendmal das Buch vom "Kleinen Maulwurf, der wissen wollte....." gelesen und vom Puzzeln hab ich fast schon schwielen an den Händen *g*.
Meinen Arbeitsvertrag habe ich am Donnerstag unterschrieben und fast alle nötigen Papiere sind abgegeben.
Nur noch ein erweitertes Fürhungszeugnis am Montag beantragen. Hoffentlich schaff ich das.
Habe um 16:30 Uhr Feierabend, muss dann evtl. ne Stunde fahren. und bis 18:00 Uhr hat das Bezirksamt hier geöffnet.
Drückt mir mal die Daumen, ja? Ansonsten haben die nämlich täglich von =8:00 Uhr bis 16:00 Uhr geöffnet...total freundliche Zeiten.
Und am Dienstag muss ich schon morgens um 07:00 Uhr beim TÜV in MG sein, zur Einstellungsuntersuchung.
Na hoffentlich habe ich nicht noch weitere "Defekte" und bekomme meine Plakette *g*.
Dafür muss ich morgen aber noch in unseren Umzugskisten wühlen um meinen aktuellen Impfausweis zu finden...der ist untergetaucht, fürchte ich.
Abgesehen davon bin ich ein wenig k.O., mein Rücken fühlt sich an, als wäre ein LKW drüber gefahren und ich habe mich gestern bei FB angemelldet. Ich halte das noch immer für einen Fehler, aber sein lassen konnte ich es ja auch nicht.
Warum also habe ich mich angemeldet?
Weil "alle" da sind. Profan, aber ist so.
Warum seid ihr "da"?
Tja, und jetzt hänge ich schon seit 3 Stunden im Internet und drücke mich davor, Einkaufen zu gehen.
Oder IRGENDWAS zu tun.
Stattdessen schreibe ich hier.
Dann kann ich aber auch mal mehr über mich erzählen =)
Who I am:
Ich wurde geboren 1986 in Schönebeck (Elbe) in Sachsen-Anhalt, also damals noch DDR. Hab ich nur kaum was von mitbekommen, ausser dass man damals niemandem etwas erzählen durfte weiss ich eiegntlich nichts mehr aus der Zeit der DDR. Aber ich weiss noch, als ich noch sehr, sehr klein war, haben alle gefeiert. Es gab sogar Kaviar. Hab ich natürlich probiert und sofort wieder, sehr unelegant, ausgespuckt. Hat zum Glück keiner gesehen *g*.
Dann ist 'ne ganze Weile über nix passiert.
Mein Vater zog zuhause aus, meine älteste Schwester mit 16 auch, ein neuer Mann zog ein. Ich war 8, da starb mein Vater.
Ich war neun, da starb auch der "neue" - am Alkohol.
Ich war neun, da zog ich zum ersten mal um, wurde entwuzelt, noch mehr, als ich es eh schon war.
Zwar ging es nur ein paar Kilometer weiter, dennoch kannte ich niemanden ausser meiner Verwandtschaft.
Naja, auch das Gefül der totalen Fremde ging irgendwann. Dann ging meine Schwester, flog von zuhause raus. Dann kam ein neuer Freund für meine Mutter.
Und dann ging ich. Denn meine Mutter zog wieder um. Mit mir. Wieder zurück, nach 2 Jahren. Wieder die Schule wechseln, aber ich kam in die Klasse von damals zurück. Auch wenns mittlerweile die Sekundarstufe war. 2 Jahre hielt das. Der "neue" meiner Mutter war aber ebenfalls ein Alki. Der sie zusätzlich noch schlug.
Sie lernte einen neuen kennen - aus Hamburg. Sie zog mit ihm odder: flüchtete? Der "Alte" drohte ihr, ihr die Bude Nachts unterm Hintern anzuzünden, wenn sie nicht tun würde, was er ihr sagt. Ich ging nicht. Blieb bei meiner ältesten Schwester, die selbst grad ein Kind bekommen hatte, das zweite. Da war sie 20, glaub ich. 4 Monate ging das gut. Ich hatte so gute Noten, wie nie zuvor. Sie förderte mich. Dann beförderte sie mich. Nämlich zu meiner Mutter, nach Hamburg.
An Weihnachten 1998 musste ich gehen.
Wieder entwurzelt, keine Heimat mehr. Ausser meiner mutter war da niemand, den ich klannte. Neuer Freund aber war okay. Kein Alkohol. Aber auch kaum Erfahrung mit pubertierenden. Armer Kerl.
Wir wohnten auf der Reeperbahn. War ja auch nich vorgesehen, dass ich auch nach HH komme - er wohnte zuvor in einer WG über einem Sexshop, hatte zwei Zimmer. Passte auch noch, als meine Mutter hinzuzog. 2 Monate nach meiner Ankunft erneut umgezogen. Spielbudenplatz, Luftlinie etwa 200m entfernt zur alten Unterkunft. Größere Wöhnung, aber nicht minder schäbige Umgebung. Mein Schulweg war jeden morgen voller Betrunkener, Prostitierten, die grad Feierabend machten, prügelnden und Obdachlosen. Der Rückweg war nicht anders, nur bei Tageslicht.
Bis 2002 wohnten wir dort. Ich machte meinen Realschulabschluss mit durchschnittlichen Noten, fuhr ab und an nach Sachsen-Anhalt zu meiner Schwester (die mittlere, die älteste konnte ich nicht mehr verstehen, nachdem sie mich nicht mehr "gewollt" hatte), besuchte sie.
In Hamburg suchte ich uns dann eine neue Wohnung, in der alten, in meinem Zimmer, schimmelte es schon lange und Küchenschabe regierten die Abflüsse in dem Haus. Nicht schön. Dazu noch absolut unverständliche Mieterhöhungen die das ganze fast unbezahlbar machten, dort an der Esso-Tanke zu wohnen. Mittlerweile mochte ich Hamburg fast.
Wir zogen um, nach Harburg. Schön wars. Ich machte eine Ausbildung, Vorausbildung zur Erzieherin. Wollte ich aber gar nicht werden. Ich wusste nur nicht, was ich werden wollte, deshalb zog ich es, mit guten Noten, durch und machte 2004 meinen Abschluss. Kurz davor kam ich mit Stefan zusammen. Meinen 18. Geburtstag verbrachte ich Menschenseelenallein. Stefan beim Bund, meine Mutter & ihr Freund im Urlaub, ich Prüfungen geschrieben und allein. Kein Mensch war da für mich. Also kaum anders als zuvor. Aber so bezeichnend. Wenn ich mein Leben bis dahin beschreiben müsste in einem Wort, dann wäre das "Einsam".
Naja, weiter im Text:
Umzug nach Neugraben. Schrecklich. Öde. Ziehe ich eben zu Stefan nach NRW.
Gesagt, getan, mit einer Ausbildung zur Floristin. 3 Tage Vorpraktikum reichen doch...oder nicht?
Stefan: noch immer beim Bund. Immer am WE da. Noch 4 Monate. ich wohne bei seiner Familie, die sich um mich kümmert und super aufgenommen hat. gehe Tag für Tag zur Arbeit und stelle schnell fest, dass das nix für mich ist. Isoliere mich immer mehr, fühle mich schlecht, nehme imme rmehr zu und gehe fast jeden Tag wie durch eine dicke Watteschicht.
Stefan ist fertig mit der Bundeswehr. Yeah! Findet keinen Job mit seiner Ausbildung zum Elektriker. Sucht weiter. Findet einen Job. Nach 6 Monaten wird uns das kleine Jugendzimmer von ihm zu klein - wir suchen eine Wohnung. Ich breche die Ausbildung ab, beginne mit einem 400 Euro-Job- Stefan findet einen Job als Elektriker. Wir finden eine Wohnung und ziehen dann in die erstbeste ein.
Ich melde mich fürs Fachabi an. Einjährig. Höre auf zu Jobben. Die Wohnung wird zu teuer, als Stefan entlassen wird. Wir ziehen zurück ins Haus seiner Eltern.
Sind gescheitert. I Bekommen aber mehr Raum - den alten illiardraum und die Werkastatt, eine Kleine Küche und ein winziges Bad mit Dusche.
Ich träume 5 lange Jahre von einer großen Wohnung.
Bin noch immer depri und laufe wie durch Watte. Gehe regelmässig zurm Doc, bin oft krank. Schlafe viel zu viel und kann mich kaum konzentrieren. Nehme noch immer zu. Anfangs wog ich ca. 74 KG, jetzt schon über hundert. Im Internet finde ich dann, was es sein könnte: Schilddrüse.
Der Doc soll mich testen, glaubt dann aber nicht, dass es "sowas" ist. ich dränge auf den Test. Okay, wird gemacht. Und dann machte er erstmal 3 Wochen Urlaub. Ich lasse mich noch beim Endokrinologen testen. Versemmle mein Fachabi, nachdem mein Opa am Herzinfarkt stibt und fahre hin. Dann erst das versemmeln. Bekomme die Ergebnisse: Schilddrüsenunterfunktion.
Super, nach 50kg+ endlich mal ein Ergebnis. Von meinem Doc: "Ja, sie sind ein bissl schwach auf der SD, geben wir mal ein paar Tabletten". Gesagt, getan. Von da an gehts mir besser. Es geht bergauf. Und mein Gewicht steigt auch kaum noch. Es sei denn, ich vergesse die Tabletten.
Ich bewerbe mich an Schule zur Ausbildung als Erzieherin. Aber mit einer Ausbildung, die es hier nicht gibt, gar nicht so leicht, nicht wahr, leibe Liebfrauenschule? Drei lange Jahre infolge wurde ich dort abgelehnt. Ich Jobbe dann eben noch. In einer Gärtnerei. Ich "stecke Efeu". War das toll.
Nein, jetzt mal ehrlich: schrecklicher gehts nicht mehr!!! Oder zumindest kaum.Ich bewerbe mich an einer anderen Schule und werde sofort angenommen. Endlich! Auch eine katholische Schule. Aber keinen interessierts, dass ich atheist bin! YEAH!!!
2007 dann begonnen mit der Ausbildung und glücklich geworden. 1009 dann mein Anerkennungsjahr im Heim, anschliessend ein Jahr weiter im Heim, aber in einer anderen Gruppe. Bis Oktober 2011, seitdem war ich arbeitslos.
Im November starb meine Tante. Alkoholikerin.
Das war überraschend. Ich dachte, ihr Mann, mein Onkel, würde als erstes "gehen", denn er trinkt auch, seitdem ich denken kann.
Also: wer mich mal kennenlernt, bitte nicht pikiert sein, wenn ich ein "Gläschen in Ehren" ablehne. Ich trinke zwar ab und an, aber nicht oft und auch nie mit gutem Gefühl.
Ich bin hier mittlerweile angekommen, aber Wurzeln werde ich wohl nie schlagen.
Ich bin jetzt, mit 25, 11mal umgezogen, war auf 8 verschiedenen Schulen und kann dennoch kaum jemanden "Freund" nennen. Ich war immer distanziert anderen gleichaltrigen gegenüber. Ich wusste ja: geht man weg & zieht um , so wird man sehr schnell vergessen. Heute habe ich aber ein paar gute Freunde, schliesse aber nie aus, nicht doch nochmal umzuziehen.
Ich habe den Traum, irgendwann nach Canada umzuziehen - warum, weiss ich noch nicht so genau. Aber ich habe ja Zeit, das noch heraus zu finden, gell?
So, und jetzt werde ich mal _irgendwas_ tun =)
Ich wünsche euch ein angenehmes Wochenende!
Hallo, liebe Nane, ich kannte ja schon ein wenig von deinem Leben durch unser letztes Gespräch. Wenn man es aber hier liest fühlt es sich noch anders an. Ich kann aus eigener Erfahrung nur sagen, dass solche mitunter schlechten Erfahrungen einen Menschen prägen. Und das meine ich nicht zum schlechten prägen. Du hast nun die Möglichkeit alles besser zu machen. Menschen, die wenig Liebe bekamen sind dafür in der Lage um so mehr zu geben. Man will es stets besser machen. Also bist du jetzt auf dem besten Weg. Verfolge deine Ziel weiter und du wirst sehen, dass du erfolgreich am Ziel ankommen wirst. Auch euer Traum von Canada wird wahr werden. Informiere dich weiter über dein Traumland, sammle "Euronen" und versuch eine gute Vorbereitung für diesen großen Schritt zu tun. Ich helfe dir gern Fragen zu beantworten. LG Petra
AntwortenLöschenhallo nane, ich nenne dich einfach so, weil mir das andere zu lange ist. bin eigentlich nur durch zufall hier rein gestolpert und habe auch gesehen, das du meinen blog liest. was fuer mich muehsam ist, naemlich zu schreiben, geht dir leichter von der hand. ich bewundere dich. warum? das zu schreiben was in deinem leben passierte. ich bin doch eher so, das ich mein privatleben schuetze und nicht zu viel preisgebe. ich lese dein geschriebenes mit freude, es liest sich wie ein gutes buch. ich liebe geschichten ueber menschen und deren leben aber nicht ueber beruemtheiten sondern ueber solche wie du. mach weiter so und nimms leichter. traumland canada. es wird werden. du bist jung und hast zeit. wir alten knacker sind zwar hier aber viel zu spaet, dennoch besser als gar nicht. lg mesi
AntwortenLöschenHey Mesi!
AntwortenLöschenMach das - mir ist alles andere eigentlich auch zu lang =)
Stimmt, es geht mir meist leichter von der Hand, von mir zu schreiben - aber auch, wenn Du das Gefühl hast, dein Blog wäre unpersönlicher bzw. geschützter: finde ich nicht. Klar, nicht jeder breitet das, was ihn zu dem gemacht hat, was er heute ist, so wie ich in der öffentlichkeit aus. Aber auch du gibts viel Preis und ich mag es einfach, so viel unterschiedliches zu lesen zu bekommen und die Menschen so auch ein Stück weit kennen zu lernen - auch wenn man sich noch nie gesehen hat. Wie auch du liebe ich eben auch Geschichten ueber Menschen und früher fiel es mir schwer, über das, was mich geprägt hat, so offen zu reden. Auch wenn es eine Illusion ist habe ich das Gefühl, hier "eine unter vielen" zu sein. Und auch wenn mein Foto hier hochgeladen ist: so schnell findet mich auch niemand, der mich kennt - denn den Blog habe ich bisher nirgends verlinkt.
Aber was ich viel wichtiger finde: ich finde es schade, wie ja schon auf deinem Blog geschrieben, dass Du dich als Blogger zurück ziehen willst! Ich hoffe, dich irgendwann wieder zu lesen.
Lieben (wenn auch sehr verspräteten) Gruß!
nane