Samstag, 24. März 2012

Hui....war das ein tag!

Hallöchen liebe Leser ☺

Ich hoffe, euch geht es gut, und falls das Wetter bei euch ebenso nett war, dass ihr es geniessen konntet.

Ich war heute den ganzen Tag unterwegs. Ich bin zwar absolut unfit und auf keinen Fall irgendwie versichert, falls mir was passieren sollte, aber: ich sitze jetzt seit 4 Wochen fast nur zu hause. Ich musste raus! Einfach mal so.

Erste Station heute war: Elternhaus meines Freundes, ca. 55km entfernt von Duisburg, am linken Niederrhein. Eine schöne, fast ruhige und idyllische Gegend. Nichtmal mehr im Dorf steht das Haus.
Dennoch nicht ohne Nachbarn. Aber schön.
Mein Freund, Stefan, ist gefahren. Fühlte mich noch nicht so ganz in der Lage.
Allerdings habe ich es mir wirklich gewünscht.
Ich liebe es, Auto zu fahren und brauche auch das Gefühl, selbst über mich und meine "Haltestellen" bestimmen zu können.
Ich mag keinen Kontrollverlust.
Den habe ich aber immer, wenn jemand anderes fährt und ich nur als Beifahrerin dabei bin.
Und als Beifahrerin bin ich wirklich schrecklich.
Wirklich, wirklich schrecklich.
Ich trete die Bremse stellvertretend für den Fahrer (also auf meiner Seite), allerdings eher unrealistisch. Denn dort, wo ich "bremse", würde sich eher das Gaspedal befinden.
Ich halte mich fest.
Ich meckere.
Manchmal bin ich auch panisch und lasse das auch raushängen.
Aber keine Angst: das bekommt alles meine bessere Hälfte ab. Sonst (versuche ich) das bei niemandem zu machen.
Ehrenwort.
Aber dennoch hasse ich diesen Kontrollverlust.
Warum ich panisch werde, weiss ich noch nicht einmal.
Ich vertraue meinem Freund, auch wenn er schon ein paar Autounfälle hatte und er nur ganz selten Auto fährt - meist fahre ja ich.
Das schont unser beider Nerven ;-)
Ich denke (und sage das meist auch so) dass die meisten anderen Autofahrer einfach bescheuert sind. Fahren auf, schneiden einen, Lichthupe, drängeln....da gibts noch einige Beispiele, und sie alle dürften euch nicht fremd sein.
Ich traue denen einfach nicht.
Und mal abgesehen davon: auf dem Beifahrersitz sieht alles anders aus. Andere Perspektive, andere Haltung, und: nur beobachten. Ist doch langweilig - wenn man mich nicht dabei hat *grins*.

Ach ja, worauf ich hinaus wollte: ich habe meinen Freund also fast um den Verstand gebracht, als wir zu seinen Eltern fuhren. Ich hab dann später mit seiner Mutter über mein missglücktes Taschen-Massaker gefachsimpelt und noch ein anderes Schnittmuster zum ausprobieren bekommen, dann gings weiter zum Einkaufen. In die Niederlande.
In "Holland" einkaufen muss einfach sein, wenn man so Grenznah wohnt bzw. gewohnt hat.
Und mein Freund Stefan kann ohne Fleischrollen (NL: Frikandeln) nicht leben. Wirklich.
Das ist so eine Art Brat-was-auch-immer-Wurst, die Frittiert wird. Wird oft mit "Spezial" angeboten. Heisst: Frittiertes wird aufgeschnitten, Majo und Ketchup kommen rein und darauf noch klein geschnittene Zwiebeln.
Ungesund, aber relativ lecker.
Und hier in der Gegend weit verbreitet.

So, also Einkaufen in Holland.
Also fast 50 Euro für Süsskram, Gefrier/Frittiergut ausgegeben ebenso für Medikamente (die dort frei verkäuflich sind im Supermarkt! 0,29cent!!! für eine Packung 20er Paracetamol. Klar sollte man das nicht zu häufig nehmen. Ich hab mir heute was gegen Husten gegönnt und lediglich 3 Euro dafür bezahlt. In DE kostet die gleiche Packung in der Apotheke glatt nen Euro mehr. Ebenso ist es mit den meisten anderen Sachen.). Mein Freund deckt sich dort oft mit Stroopwaffels (Sirupwaffeln) und mit Senseo-Pads ein - und mit Käse am Stück. Für meine Mutter kaufe ich Kaffee, 5 Pakete locker für 10 Euro im Angebot und schicke ihn ihr per Post oder wenn wir zu Besuch fahren, nehm ich's nach Hamburg einfach mit. Lohnt sich allemal.

Nach dem Einkauf ging's dann noch zu weiteren Teilen von Stefans Familie: die Cousine seiner Mutter hatte das Paket aus England für mich angenommen. Nach DE liefern die mit dem günstigen Onlineshop ja nicht mehr. Dafür haben sie einen deutlich teuereren für DE aufgemacht, der sich wirklich nicht lohnt. Jedenfalls: eine nette Frau, die mich kannte, aber ich sie nicht. Da wohne ich jetzt schon über 7 Jahre hier in der Ecke und diese Familie ist so unfassbar groß...das ist der helle Wahnsinn!
Jedenfalls waren wir gut eine Stunde noch dort und haben geplaudert. Wobei ich mich eher auf's zuhören beschränkt hab. Und das war anstrengend genug.
Sie gab sich viel Mühe deutsch zu sprechen und es war auch alles gut verständlich für mich, auch wenn sie in "Platt" wechselte. Kenne ich ja von Stefans Omma, um die ich mich früher ein wenig gekümmert hab, bevor sie starb.
Ich verstehe es - ein wenig. Aber sprechen kann ich es nicht. Werde ich niiiiiiieeeeeee.
Wobei: ich weiss, was "fietsen" ist - und ihr nicht *hihi*.
Oder doch? Wisst ihr's?

Jedenfalls habe ich überglücklich meine Sachen in Empfang genommen und gemerkt, dass ich kein Wort Niederländisch verstehe - die guteste wechselte während eines Telefonates so schnell von der mir bekannten in eine völlig fremde Sprache...das lerne ich auch nicht mehr. Und Plattdeutsch dieser Region ist ja auch ganz anders, als "Platt" in Hamburg gesprochen wird...wobei mir das lieber ist, glaub ich. Hat einen für mich angenehmeren Klang.
Hui, bin ich heute in Plauderlaune!

Naja, nach dem Besuch in Siebegewald gings wieder zurück zum Elternhaus, Fotos abliefern. Dann sind noch gute 2 Stunden ins Land gegangen. Bis ich mich "erbarmte" und das Lenkrad in die Hand nahm und völlig müde mit Stefan auf dem Beifahrersitz vom Hof rollte.

War ich froh, wieder daheim zu sein!
My Home is my Castle und meine Couch ist mein Stück Frieden, der sonst nirgendwo ist.
Es sei denn, ich nehm die Couch einfach mit *gg*.
Wir haben uns also noch ein wenig vor den Fernseher gesetzt und die ersten Folgen der Serie "Sanctuary" geschaut. Und dann noch "Das Alaska-Experiment" - eine BBC-Doku. 4 Teams a´ 2 oder 3 Leuten werden in Alaska ausgesetzt inkl. eines Kamera-Teams und müssen sich, ausgestattet mit einer Hütte/einem Zelt und ein paar wenigen Grundnahrungsmitteln, einem Holzofen, Kleidung, einem Handbuch und minimalster Werkzeugausrüstung 3 Monate an den unwirtlichsten Orten am Leben erhalten. Bisher haben wir eine Folge gesehen und ich jedenfalls mag es.
Ich hasse Big Brother und Co., aber das finde ich bisher nett. Diese Menschen gehen teilweise an ihre Grenzen und zwar so, wie es früher normal war , so zu leben. Wer könnte das heute noch? Auf Strom, fließend Wasser, Geschäfte, andere Menschen und vieles mehr zu verzichten? Leicht fiele mir das bestimmt nicht!
Aber ich linse gern in ein solchen Leben, bzw. einem Ausschnitt davon, herein und geniesse das auf meiner Couch.


Sodele. Ich hab genug getippert, glaub ich. Falls es jemand bis hier her geschafft hat und durchgehalten hat: Ich wünsche dir, wie immer, noch einen geruhsamen und angenehmen Tag und verbleibe bis zum nächsten Post mit lieben Grüßen!
Christiane

2 Kommentare:

  1. Da hast Du ja was erlebt. ;-)Ich hab bis zum Ende durchgehalten und danke fuer die lieben Gruesse LOL :-)

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  2. Hey Bella!
    Ja, das hab ich wohl. Aber anscheinend viel zu viel. Dafür, dass ich zuvor ja fast nur auf meiner Couch rumgesessen habe...
    Und irgendwie geht dieser blöde Muskelkater am Rücken nicht weg bzw. das verändert sich nix...Ich werd halt alt *g*.

    Heute Abend gibts vielleicht nen neuen Post mit dem, was ich gestern vollbracht hab =)
    Jetzt kommt erstmal ein wenig Wohnung aufräumen und putzen dran *uff*.

    Bis dann!

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